 Wir bewirtschaften unseren Hof
seit 1988 nach biologischen Grundsätzen (wichtigstes Merkmal:
jeglicher Verzicht auf chemischen Dünger und chemischen Pflanzenschutz). Unsere
150 ha reines Grünland ernähren ca.
95 Milchkühe und ca. 80 weibliche Nachkommen dieser
Kühe.
All unsere Rinder werden artgerecht (nicht angebunden) in einem hellen, sehr geräumigen und luftigen Laufstall gehalten.
Jeder Kuh steht eine mit Stroh eingestreute
Liegefläche zur Verfügung.
Die sehr strengen EU-Bio-Richtlinien zur Tierhaltung, die seit August 2000
gelten, wurden von uns bereits zwei Jahre zuvor in allen Punkten erfüllt: Zum
Beispiel
können sich unsere Kühe das ganze Jahr über in einem Laufhof dem Außenklima aussetzen,
auch steht ihnen eine begrenzte Anzahl Liegeplätze in einer Außenliegehalle zur
Verfügung. Unsere Kälber kennen ebenfalls keine Anbindung und werden auf Stroh gehalten.
Die komplette Ernte des Winterfutters (Grassilage, Heu) erledigen wir mit der
entsprechenden Technik selbst (4 Schlepper, Mähwerke, ...).
Den Sommer über fressen unsere Kühe frisches Weidegras.
Unsere biologische Milch wird in der Molkerei Weihenstephan zu den
verschiedensten Produkten verarbeitet.
Alternative Energienutzung
Bei uns wird größter Wert auf die Nutzung regenerativer Energien gelegt:
Seit 1985 wird die bei der Milchkühlung anfallende Wärme genutzt,
wobei täglich ca. 1000 Liter Warmwasser mit 55°C erzeugt und für Brauchwasser
in Haus und Hof verwendet werden. Ein kleiner Teil davon
trägt auch noch zur Unterstützung der Heizung bei.
Über eine Photovoltaikanlage
nutzen wir seit 2001 zudem die Kraft der Sonne zur Erzeugung von Strom. Nach
Erweiterungen der Solarmodule 2004 und 2008 erzeugen wir heute pro Jahr
etwa 80.000 kWh Strom durch Photovoltaik, was dem Jahresbedarf von
etwa 20 Haushalten entspricht.
Groß eingestiegen in die alternative Energieproduktion ist
Andreas 2004 mit dem Bau einer Biogasanlage. Im Gegensatz
z.B. zu Photovoltaik oder Windenergie ist Biogas eine Energiequelle, die
rund um die Uhr und unabhängig von der Jahreszeit immer verfügbar ist!
Unsere Biogasanlage wird neben der anfallenden Rindergülle ausschließlich
mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben (hauptsächlich Grassilage) und
verwandelt diese organischen Stoffe über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in
Strom und Wärme. Dazu wird die organische Masse unter Luftabschluss in zwei
Fermentern auf etwa 40°C erwärmt, wo sich die Bakterien besonders "wohl
fühlen" und Methan produzieren, das dann in einem Verbrennungsmotor (BHKW)
verbrannt wird. Ein angeschlossener Generator wandelt die mechanische
Energie schließlich in elektrische um, wobei pro Stunde neben ca. 250 kWh
elektrischer Energie nochmals ebensoviel Wärme produziert werden kann. Die elektrische
Energie wird zu 100% verkauft und reicht aus, um etwa 500 Haushalte mit
Strom zu versorgen. Die anfallende Wärmeenergie wird zur Hälfte als
Prozessenergie benötigt, die andere Hälfte wird zur Heizung unserer
Wohnungen und Ferienwohnungen sowie eines Swimmingpools verwendet.
Seit Einführung dieser neuen
Technik wird unsere hochmoderne Holzhackschnitzel-Zentralheizung
nur noch wenige Stunden im Jahr benötigt (etwa bei Ausfall des BHKW).
Ansonsten reicht die anfallende Wärmemenge auch in extrem kalten Wintern zur
Heizung der Wohnungen aus.
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